Faultiere sind die Stars 😎 der Memes und der viralen Videos. Sie bringen uns zum Lachen, und sie bringen Prominente zum Weinen. Doch diese Lieblinge der sozialen Medien gibt es schon viel länger als das Internet. Vor Millionen von Jahren streiften riesige Bodenfaultiere von der Größe eines Elefanten über den Planeten. Manche maßen von der Schnauze bis zum Schwanz fast 6 Meter und hatten mächtige Krallen, um sich Äste zum Fressen heranzuziehen. Heute sind Faultiere etwas weniger einschüchternd als ihre Vorfahren.
Es ist übrigens gut, dass Faultiere nicht zur Schule gehen müssen 🎒. Sie kämen nie pünktlich an. Faultiere schlafen viel, und selbst wenn sie wach sind, bewegen sie sich kaum. Sie sind sogar so unglaublich langsam, dass Algen auf ihrem Fell wachsen. Die Pflanze verleiht ihnen einen grünlichen Schimmer, der ihnen als Tarnung dient. Aber warum sind sie so langsam, und wo leben Faultiere überhaupt? Ich erkläre Ihnen alles, sogar was sie zum Frühstück fressen!
Das Dreifinger-Faultier in 10 Sekunden
- GEBRÄUCHLICHER NAME: Faultier
- WISSENSCHAFTLICHER NAME: Folivora
- ERNÄHRUNG: Pflanzenfresser 🌱
- LEBENSRÄUME: Waldlebensraum, tropischer Regenwald
- TIERGRUPPE: Säugetier
- DURCHSCHNITTLICHE LEBENSDAUER: 30 - 50 Jahre
- GRÖSSE: 90 cm
- GEWICHT: 4 kg
- SCHUTZSTATUS: Nicht alle Faultiere sind bedroht, aber einige Arten sind durch den Verlust ihres Lebensraums gefährdet
Die Zweifinger- und die Dreifinger-Faultiere!?
Es gibt zwei Hauptfamilien von Faultieren, die sich daran erkennen lassen, ob sie zwei oder drei Krallen an den Vorderbeinen tragen. Beide Tierfamilien sehen sich recht ähnlich, mit rundem Kopf, traurigen Augen, kleinen Ohren und kurzem Schwanz. Die Zweifinger-Faultiere sind etwas größer und hängen häufiger kopfüber 🤸♀️ als ihre Vettern mit drei Fingern, die sich oft aufrecht in eine Astgabel setzen. Die Dreifinger-Faultiere haben ein farbiges Gesicht, das sie aussehen lässt, als würden sie immer lächeln. Sie besitzen außerdem zwei zusätzliche Halswirbel, mit denen sie den Kopf fast rundum drehen können!

Die Beschreibung dieses gemächlichen Tieres
Das Dreifinger-Faultier stößt einen langen, schrillen Ruf 📢 aus, der als "ahh-eeee" durch die Wälder hallt (Der Ruf des Faultiers). Wegen dieses Rufes werden diese Faultiere manchmal Ai genannt.
Faultiere haben außerdem einen Vorteil, den nur wenige andere Landsäugetiere besitzen: Sie haben zusätzliche Halswirbel, mit denen sie ihren Kopf um etwa 270 Grad drehen 🎡 können. Mit ihren langen Armen und ihrem zotteligen Fell ähneln sie Affen, tatsächlich sind sie aber mit Gürteltieren und Ameisenbären verwandt. Sie werden 60 bis 80 cm lang und wiegen je nach Art 3,6 bis 7,7 kg. Ihr braunes Fell tarnt sie mühelos und schützt sie so vor Fressfeinden.

Sie haben lange Gliedmaßen, einen gedrungenen Schwanz und einen runden Kopf mit unauffälligen Ohren. Zwar sehen sie Farben, doch Sehsinn und Gehör der Faultiere sind nicht besonders scharf; die Orientierung läuft vor allem über den Tastsinn 🖐. Ihre Gliedmaßen sind darauf ausgelegt, den Körper aufzuhängen, statt ihn zu tragen. Am Boden sind Faultiere deshalb völlig hilflos, sofern sie nichts zum Festhalten finden. Und selbst dann können sie sich nur mit ihren Krallen vorwärtsschleppen. Faultiere sind meist nachtaktiv, leben einzelgängerisch und verhalten sich Artgenossen desselben Geschlechts gegenüber aggressiv.
Der Lebensraum des Faultiers
Faultiere kommen in allen tropischen Wäldern Mittelamerikas und im Norden Südamerikas vor 🌎, unter anderem in einigen Regionen Brasiliens und Perus. Sie leben hoch in den Bäumen der tropischen Regenwälder, wo sie die meiste Zeit zusammengerollt oder kopfüber an Ästen hängend verbringen. Faultiere schlafen, fressen, paaren sich und bringen sogar kopfüber ihre Jungen zur Welt!

Die Ernährung dieses langsamen Tieres
Nachts fressen Faultiere Blätter 🌿, Zweige und Knospen (eine blattreiche und kalorienarme Kost). Da diese Tiere keine Schneidezähne haben, zerteilen sie die Blätter, indem sie mit ihren festen Lippen zubeißen. Außerdem beziehen sie fast ihr gesamtes Wasser aus saftigen Pflanzen. Es sind Pflanzenfresser, die Grünzeug über alles lieben.
Da ihr Stoffwechsel sehr langsam arbeitet, kommen Faultiere mit vergleichsweise wenig Nahrung aus; sie brauchen Tage, um zu verwerten, was andere Tiere in wenigen Stunden verdauen. Die Stoffwechselrate der Faultiere beträgt nur etwa 40 bis 45 % dessen, was für ihr Körpergewicht typisch wäre. Wegen dieses besonderen Stoffwechsels müssen Faultiere sparsam mit ihrer Energie umgehen ⚡. Deshalb bewegen sie sich langsam und entfernen sich kaum aus ihrem kleinen Streifgebiet.

Das genaue Tempo der Verdauung bei Faultieren ist weiterhin unklar, doch die aktuellen Schätzungen für den Weg der Nahrung von der Aufnahme bis zur Ausscheidung reichen von 157 Stunden bis 50 Tage ⏳ (1 200 Stunden), was verblüffend ist. Kein Wunder also, dass der vierkammrige Magen des Faultiers ständig gefüllt ist und weitere Blätter erst dann aufgenommen werden können, wenn der Speisebrei den Magen verlässt und in den Dünndarm gelangt. Deshalb klettert es nur etwa einmal pro Woche von den Bäumen herunter, um sein Geschäft zu erledigen.
Die Fortbewegung der Faultiere
Obwohl die Zweifinger-Faultiere (Familie der Megalonychidae) klettern und sich senkrecht aufrichten können, verbringen sie fast ihre gesamte Zeit waagerecht hängend 🦥 und nutzen ihre großen, hakenförmigen Extremitäten, um sich an Ästen und Lianen entlangzuhangeln. Die Dreifinger-Faultiere (Familie der Bradypodidae) bewegen sich genauso fort, setzen sich aber oft in Astgabeln, statt an den Ästen zu hängen.

Die Bäume bieten den Faultieren natürlichen Schutz vor Fressfeinden wie Jaguaren und Adlern 🦅, dennoch wagen sie sich manchmal auf den Boden, um mehr Nahrung oder einen Partner zu finden, vor allem aber etwa alle sechs Tage, um Urin und Kot abzusetzen.
Das Leben in den Bäumen
Alle Faultiere sind für das Leben in den Baumkronen gebaut 🌳. Sie verbringen fast ihre gesamte Zeit in der Höhe und hängen mit kräftigem Griff, unterstützt von ihren langen Krallen, an den Ästen. (Es ist bekannt, dass tote Faultiere ihren Griff behalten und weiter an einem Ast hängen bleiben.) Faultiere schlafen sogar in den Bäumen, und sie schlafen viel (etwa 10 bis 15 Stunden pro Tag). Selbst wenn sie wach sind, bleiben sie oft reglos. Faultiere paaren sich und gebären, während sie in den Bäumen hängen.

Das Leben am Boden
Am Boden geben die schwachen Hinterbeine der Faultiere ihnen keinerlei Kraft, und ihre langen Krallen sind ein Hindernis. Sie müssen sich mit den Vorderkrallen in die Erde graben und sich mit ihren starken Vorderbeinen vorwärtsziehen, wobei sie den Bauch über den Boden schleifen. Werden sie auf festem Boden überrascht, haben diese Tiere keine Chance, den Fressfeinden zu entkommen, etwa den großen Katzen 🐆, und müssen versuchen, sich mit Krallen und Zähnen zu wehren.
Das Leben im Wasser
Erstaunlicherweise sind Faultiere gute Schwimmer! Sie steigen manchmal von ihrem Platz in den Baumkronen herab und treiben sich mit ausgestreckten Armen durch das Wasser. Obwohl sie an Land kaum ungeschickter sein könnten, sind sie im Wasser überraschend gewandt 🏊. Manchmal fallen sie direkt von den Bäumen des Regenwaldes in die Flüsse und bewegen sich mit ihren langen Armen wirkungsvoll fort.

Warum ist das Ai so langsam?
Faultiere haben eine extrem niedrige Stoffwechselrate, weshalb sie sich in einem langsamen 🐢 und trägen Tempo durch die Bäume bewegen. Im Durchschnitt legen Faultiere 40 Meter pro Tag zurück, also weniger als die halbe Länge eines Fußballfeldes!
Faultiere sind unglaublich langsam, aber aus einem sehr einfachen Grund: dem Überleben. Dass die langsamen Faultiere seit fast 64 Millionen Jahren auf diesem Planeten leben, zeigt, dass sie eine erfolgreiche Strategie haben 🏆.

Andere Wissenschaftler nehmen an, dass Faultiere ihre Lebensweise in Zeitlupe entwickelt haben, um für Fressfeinde weniger sichtbar zu sein 👀, etwa für Falken und Katzen, die sich bei der Jagd stark auf ihre Augen verlassen. Auch die Algen, die auf dem Fell der Faultiere wachsen, helfen ihnen, Fressfeinden zu entgehen, weil sie mit dem grünen Laub verschmelzen.
Die Fortpflanzung und der Nachwuchs des Faultiers
Die Faultierweibchen bringen nach einer Tragzeit von sechs Monaten ein Junges 👶 pro Jahr zur Welt. Neugeborene Faultiere klammern sich an den Bauch der Mutter und reisen in den ersten sechs Lebensmonaten mit ihr durch die Bäume. Das ist eine wichtige Zeit, in der der Nachwuchs lernt und sich entwickelt.

Wenn das Faultier seine Mutter nach etwa sechs Monaten verlässt, übernimmt es einen Teil des Streifgebiets seiner Mutter und hält über Rufe 🗣️ weiter Kontakt zum Elterntier. Die Dreifinger-Faultiere lassen sich so schwer in Menschenobhut halten, dass über ihr Fortpflanzungsverhalten und andere Aspekte ihres Lebens wenig bekannt ist.
Die Faultierarten
Früher wurden alle Faultiere derselben Familie (Bradypodidae) zugeordnet, doch die Zweifinger-Faultiere ✌ erwiesen sich als so verschieden von den Dreifinger-Faultieren, dass sie heute in einer eigenen Familie (Megalonychidae) geführt werden.

Innerhalb der beiden Faultiertypen (zwei und drei Finger) gibt es sechs Arten:
- Zwergfaultier (Bradypus pygmaeus)
- Kragenfaultier (Bradypus torquatus)
- Weißkehl-Faultier (Bradypus tridactylus)
- Braunkehl-Faultier (Bradypus variegatus)
- Das Zweifinger-Faultier von Linné (Choloepus didactylus)
- Das Zweifinger-Faultier von Hoffmann (Choloepus hoffmanni)
Von diesen ist das Zwergfaultier vom Aussterben bedroht ⚠ und das Kragenfaultier gilt als gefährdet.

Wie der Körper des Faultiers arbeitet
Faultiere haben einen großen, mehrkammrigen Magen und vertragen starke chemische Stoffe 🧪 aus dem Laub, das sie fressen. Blattreiche Nahrung wird langsam verdaut; eine gärende Mahlzeit kann bis zu einer Woche dauern. Der Magen ist ständig gefüllt, sein Inhalt macht etwa 30 % des Gewichts des Faultiers aus.
Physiologisch sind Faultiere heterotherm, das heißt, sie regeln ihre Körpertemperatur nicht vollständig. Normalerweise liegt die Körpertemperatur 🌡 zwischen 25 und 35 °C, sie kann aber bis auf 20 °C absinken. Bei dieser Temperatur werden die Tiere starr. Die Heterothermie macht Faultiere zwar sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, doch sie haben eine dicke Haut und können schwere Verletzungen überstehen.

Das Faultier in einigen Fragen
Haben Faultiere Fressfeinde?
Die Jaguare, die Adler und die großen Katzen 🐱 sind die häufigsten Fressfeinde der Faultiere.
Haben Faultiere einen Schwanz?
Viel zu sehen gibt es nicht, aber die Dreifinger-Faultiere 🤟 haben einen kurzen, gedrungenen Schwanz.

Die Zähne der Faultiere
Die Zähne 🦷 der Faultiere wachsen ihr ganzes Leben lang weiter. Beim Zerkauen der Pflanzen nutzen sie sich ab, was verhindert, dass sie zu lang werden.
Wie lange schlafen Faultiere?
Wie ihr Name schon andeutet, halten Faultiere etwa 15 Stunden pro Tag 💤 Schlaf. Damit bleiben nur neun Stunden, um sich durch die Bäume zu bewegen, und sie sind vor allem nachtaktiv: Sie schlafen tagsüber und werden nachts wach, um zu fressen. Sie halten eine niedrige Körpertemperatur und wechseln zwischen Sonne und Schatten, um ihre Körpertemperatur zu regeln.

Darf man ein Faultier streicheln?
Sagen Sie es uns:
Im Ernst: Es ist unwahrscheinlich, dass Sie einem Faultier begegnen, wenn Sie in der Natur unterwegs sind (es verlässt sein Versteck in den Baumkronen nur selten). Sollte es doch geschehen, halten Sie wie bei jedem Wildtier 🦍 besser Abstand.
Faultiere verlassen sich zum Schutz vor Fressfeinden meist auf ihre Tarnung 🌴. Fühlen sie sich jedoch bedroht, können sie ihre Krallen und ihre 7 bis 10 cm langen Zähne zur Verteidigung einsetzen. Und trotz ihrer langsamen Bewegungen sind Faultiere erstaunlich kräftig.

Und es gibt weitere Gründe, sich nicht an ein Faultier zu kuscheln. Jedes Haar im groben Fell eines Faultiers hat Rillen, die von oben nach unten verlaufen und in denen zwei Arten von Blaugrünalgen wachsen. Der grüne Farbton 🟢 dieser Algen hilft den Faultieren, mit ihrer grünen Umgebung zu verschmelzen, lädt aber auch Zecken, Milben, Käfer, Motten und anderes Getier zur Party ein. Dieses kleine, von den Algen geschaffene Ökosystem ist so einzigartig, dass manche Insektenarten, etwa die Faultiermotte, ausschließlich im Fell von Faultieren leben!
Ist die Entwaldung eine Bedrohung für die Faultiere?
Faultiere sind ein fester Bestandteil der Ökosysteme des tropischen Regenwaldes. Zu den häufigsten mittelgroßen bis großen Säugetieren in den tropischen Wäldern 🌞 Mittel- und Südamerikas zählt das Braunkehl-Faultier.

Die Gesundheit der Faultierbestände hängt vollständig von der Gesundheit der tropischen Regenwälder ab. Zwar sind nicht alle Faultiere bedroht, doch einige der sechs wildlebenden Arten sind durch den Verlust ihres Lebensraums gefährdet. Die Entwaldung 🪓 in den tropischen Wäldern Süd- und Mittelamerikas gefährdet die Bäume, ohne deren Fülle die Faultiere ihren Unterschlupf und ihre Nahrungsquelle verlieren. Wenn Faultiere auf den Waldboden kommen (was sie einmal pro Woche tun, um sich zu erleichtern), sind sie Fressfeinden stärker ausgesetzt und können ihnen wenig entgegensetzen.
Am stärksten bedroht ist das kleinste Faultier, das Zwergfaultier, das nur auf einer kleinen Insel vor der Küste Panamas vorkommt und dort vom Aussterben bedroht 🚨 ist. Einige Arten, etwa das Zwergfaultier, gelten als gefährdet und vom Aussterben bedroht. Andere, etwa das Südliche Zweifinger-Faultier (auch Zweifinger-Faultier von Linne oder Linnaeus genannt), werden von der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur als nicht gefährdet eingestuft. Sie stehen alle unter Schutz, doch der Wilderei ist schwer ein Ende zu setzen.

Über ein Programm namens ARPA for Life hat der WWF die brasilianische Regierung dabei unterstützt, einen Fonds von 215 Millionen Dollar 💰 aufzulegen, um 150 Millionen Hektar des brasilianischen Amazonasgebiets gut zu bewirtschaften. So hoffen sie, die akute Aussterbegefahr für die bedrohten Unterarten zu verringern.
Wie kann man den Faultieren helfen?
Faultiere leben in den tropischen Wäldern, wo die Zerstörung des Lebensraums eine ernste Bedrohung ist. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen (etwa die Wahl von Smithsonian Bird Friendly Coffee) kann dazu beitragen, sie vor dem Verlust ihres Lebensraums zu schützen. Auch der Handel mit Wildtieren setzt ihnen zu. Faultiere mögen erstaunlich und niedlich sein, aber wie andere exotische Tiere 🦁 geben sie keine guten Haustiere ab. Ihre Ernährung, ihre Lebensweise und ihre besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse verlangen eine fachkundige Pflege.

Wenn Sie den Faultieren helfen möchten, können Sie an Organisationen spenden, die sich mit besonderen Aktionen für das Überleben mehrerer Arten einsetzen, darunter die Faultiere, zum Beispiel an den WWF spenden (World Wide Fund for Nature 🍃).
Das Faultier, ein baumbewohnendes Säugetier
Zum Schluss: Das Faultier (Unterordnung der Phyllophaga) ist ein baumbewohnendes Säugetier, bekannt für seine langsamen Bewegungen. Es sind liebenswerte und träge Wildtiere, die in den Baumkronen leben und von der Gesundheit und dem Fortbestand der tropischen Wälder Mittel- und Südamerikas abhängen. Einen großen Teil ihres Lebens verbringen sie im Kronendach, wo sie ein Nickerchen 😴 machen und sich vor Fressfeinden verborgen halten.

Sie erreichen eine maximale Größe von etwa 75 cm und wiegen zwischen 3 und höchstens 7 kg (etwa so viel wie ein Hund). Sie haben ein braunes, grobes Fell, lange Gliedmaßen und gebogene Krallen, um sich an den Ästen der Bäume festzuhalten, die Anpassung an das Leben kopfüber in den Bäumen. Und sie gehören zu den Tieren, die sich am langsamsten 🐌 auf der Erde fortbewegen!
Sie führen ein Einzelgängerleben und ziehen über die Lianen des Kronendachs von Baum zu Baum, mit einem Tempo von etwa 40 Metern pro Tag 🏇🏼, und knabbern dabei Blätter, Zweige und Knospen. Faultiere haben eine außergewöhnlich niedrige Stoffwechselrate und schlafen 10 bis 15 Stunden am Tag. Und überraschenderweise sind diese langarmigen Tiere ausgezeichnete Schwimmer. Manchmal lassen sie sich von ihrem Platz in den Baumkronen fallen, um im Wasser zu paddeln.

Die sechs Arten dieses seltsamen und wunderbaren Tieres leben an Orten wie Brasilien und Panama und brauchen gesunde Wälder 👩⚕, um zu überleben. Doch die tropischen Wälder gehören zu den für die Entwaldung anfälligsten. Der Verlust von Bäumen bedeutet, dass die Tiere auf kleineren Flächen leben müssen, die keine gesunden Bestände tragen können. Der WWF arbeitet mit Gemeinden, Regierungen, Unternehmen und weiteren Partnern zusammen, um die Wälder und die von ihnen abhängigen Tiere zu schützen.
Fazit
Zusammenfassend sind Faultiere faszinierende Säugetiere der Landfauna. Ihr auffälligstes Merkmal ist ihre Langsamkeit und ihre baumbewohnende Lebensweise. Faultiere erkennt man oft an ihrem dichten Fell und an ihrem Gebiss, das auf ihre pflanzliche Kost abgestimmt ist. Leider sind zahlreiche Faultierarten durch die Erderwärmung und die Zerstörung ihres Lebensraums bedroht. Es ist entscheidend, diese Tiere zu bewahren, denn sie spielen eine wesentliche Rolle im Gleichgewicht der Ökosysteme. Der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz der Faultiere sind große Aufgaben, um unseren lebendigen Planeten zu bewahren.
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